Welcome to Fred's Homepage RIP
Kunstmaler Kriens
verstoben 2010
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Fred Bernet, geboren am 22.10.1933 in Bischofsstein im ehemaligen Ostpreussen, gestorben am 13.08.2010 in Luzern, arbeitete in verschiedenen Berufen, war auch Mitglied des früher bekannten Luzerner Kabaretts "Cabaradiesli". Er zeichnete und malte leidenschaftlich seit seiner Jugend. Er stellte seine Bilder In Luzern, Zürich, Ascona, Chur und Kriens aus. Seinen Kindern vererbte er ca. 800 Bilder.
Freds Lebenslauf
Ich habe gelebt, gelacht und geliebt,
ich habe gern gelebt, gern gelacht und gern geliebt.
so Vaters Worte.
Liebe Trauergäste
Wir danken euch, dass ihr am Abschied von Fred Bernet teilnehmt.
Fred kam am 22. Oktober 1933 im ehemals ostpreussischen Bischofstein und heutigen polnischen Bisztynek als 6. Kind zur Welt. Sein Vater Hugo führte dort als Auslandschweizer zusammen mit seiner deutschen Ehefrau Maria eine florierende Molkerei.
Fred durfte im Kreise seiner Familie eine interessante und abwechslungs-reiche Kindheit verbringen. Während dieser Zeit war Freds um 13 Jahre ältere Schwester Maria für alle Geschwister wie eine 2. Mutter.
Schon früh wurde Freds Kindheit durch den 2. Weltkrieg geprägt, während dem der deutsche Staat auch die Familie Bernet enteignete. Mitte Februar 1945 marschierten die Russen in Ostpreussen ein und Fred versuchte zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern Hugo und Lothar zu flüchten. Seine Brüder und sein Vater wurden gefangen genommen und in ein Arbeitslager gebracht. Weil Fred erst zwölf Jahre jung war, konnte er bei seiner Mutter bleiben. Seinen Vater verlor er dennoch, dieser verstarb schwerkrank anfangs Juni 1945 im Arbeitslager.
Lothar entfloh dem Arbeitslager und kehrte zurück an den elterlichen Hof, wo Fred zusammen mit seiner Mutter weilte. Ausgewiesen durch die russisch-polnische Behörde, flüchteten sie Ende 1945 nach Berlin und kehrten via Frankfurt und Basel als Rückwanderer in die Schweiz zurück.
Im Auffanglager in St. Cergue fühlten sie sich erstmals in Sicherheit und kamen wieder zu Kräften. Zusammengeführt wurde die Familie schlussendlich im Tivoli Luzern. Anschliessend verbrachte Fred 2 Jahre in Pflegefamilien in Zürich.
Der erste eigene Familienwohnsitz der Familie Bernet war am Bruchmattrain 11 in Luzern, wo Fred zusammen mit seiner Mutter und allen Geschwistern während mehrerer Jahre lebte. Von dort aus besuchte er die Sekundarschule sowie das Lehrerseminar in Luzern.
Allgemein:
Als Pa nicht mehr selber Haushalten konnte, hat ihn Rosmarie zu sich nach Hause geholt und aufopfernd Tag und Nacht bis zu seinem letzten Atemzug geliebt, gepflegt und betreut. Neben den Ärzten, Ärztinnen und Pflegenden des Kantonsspitals Luzern gilt unser ganz grosser Dank auch Rosmarie. Oder wie Pa selbst es in seinen Notizen für den heutigen Tag des Abschiedes geschrieben hat:
Wenn Dank grenzenlos sein kann, dann ist er es dieser meiner Liebespartnerin gegenüber..
Wir gehen nun zusammen zum Gemeinschaftsgrab.
Anschliessend sind Verwandte und Freunde herzlich zu einem Imbiss im Richemont (Nähe Seeburg) eingeladen.
Eine Wegbeschreibung findet ihr beim Ausgang.
Liebe Trauergäste; wir übergeben hiermit Fred's Asche der Erde.
Ich habe gern gelebt, gern gelacht und gern geliebt.
Aus diesem Grund, trage ich ein Gedicht von Franz Hohler vor, das Vater sehr am Herzen lag:
Besuch
Wie kommst Du
Schmetterling
auf meinen Schreibtisch
mitte Oktober
bleibst
an einem der Bücher kleben
öffnest langsam
die grossen Augen
auf deinen Flügeln
und schliesst
und öffnest
und schliesst
und öffnest
und schliesst
sie wieder?
du müsstest doch wissen
in meinen Büchern
findest du keine Nahrung.
sachte
mach ich das Fenster auf
und schon fliegst du
taumelnd davon
in den Tag
und in den Tod
ein Bote des Lebens
Essen im Richemont (Herr Seifert)